Ein Appell

Die aktuellen Zahlen von Gewalt gegen Kinder sind trügerisch, sie scheinen nämlich gesunken zu sein. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Kinder durch die Kontakteinschränkungen auf Grund von Corona kaum die Gelegenheit erhalten, ihre Nöte mitzuteilen und/oder von LehrerInnen oder ErzieherInnen in KiTas gesehen zu werden. Es ist daher von einer enormen Dunkelziffer bei Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch auszugehen. Auch die Arbeit der öffentlichen (Jugendämter), wie privaten Jugendhilfeträgern (sozialpädagogische Familienhilfe) ist teils nur beschränkt möglich. Deutschlandweit einheitliche Regelungen gibt es nicht. Dies gibt nicht nur der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ Anlass zur Sorge, sondern auch Lehrenden der deutschen Hochschulen. Diese haben sich mit folgendem Appell an die Politik gewandt.

Wir müssen davon ausgehen, dass die Kinder, die jetzt nicht gehört oder gesehen werden, weitreichend in einer gesunden Entwicklung behindert werden und daher in den kommenden Jahren die eh schon überlastete Jugendhilfe regelrecht „überschwemmen“ werden. 

Es ist daher umso notwendiger, fachlich gut aufgestellte Einrichtungen für diese Kinder zu schaffen!

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Helfern für das unglaubliche Durchhaltevermögen und Engagement bedanken!!