Haitis vergessene Kinder

Gemeinsam mit der Amerikanerin Gertrud Bien-Aime Azor engagiert sich die Stiftung “Ein Platz für Kinder” in Port-au-Prince für das Projekt „Notre Maison” – zu Deutsch „Unser Haus”, in dem 42 geistig und körperlich behinderte Kinder ein Zuhause gefunden haben. Als Johanna Ruoff nach dem Erdbeben erstmals nach Haiti reiste, sah sie, wie notdürftig diese vergessenen Kinder in dem armen Land untergebracht waren. Und so sammelte die engagierte Kinderschützerin unermüdlich 120.000 Euro ein, um in dem Entwicklungsland ein Haus mit Schlafmöglichkeiten, Therapieräumen, behinderten gerechten Dusch- und WC-Anlagen sowie einem multifunktionalen Außenbereich, der auch als Ess-und Aufenthaltsraum genutzt wird, zu finanzieren. Nach rund einem Jahr Bauzeit konnte das neue Haus eröffnet werden. Die staunenden Augen der Kinder und ihre Freude über das neue Haus waren grenzenlos. Noch heute besucht die Stifterin „Notre Maison“ regelmäßig. Aktuell wird ein zweites Haus geplant. Die angeschlossene Farm wird künftig beide Häuser mit Nahrungsmitteln versorgen. Denn Gemüse, Obst und Fleisch sind auf Haiti unerschwinglich geworden.