Jugendhilfe

Sicherheit und Geborgenheit in den „Mattisburgen“

Unsere pädagogische Arbeit ist geprägt von einem ganzheitlichen, lebensweltbezogenen Ansatz. Darum ist es wichtig, Kinder als gesamte Personen mit ihren Möglichkeiten, Schwächen und in ihren Lebenssituationen kennen zu lernen und zu akzeptieren.

Die Kinder sollen sich in den jeweiligen Mattisburgen emotional geborgen fühlen und in der Bewältigung des Alltags Sicherheit und Rückhalt erfahren. Der Tages- und Wochenablauf wird so strukturiert, dass er Raum zur Entwicklung eigenständiger Fähigkeiten und Interessen bietet. Realistische Anforderungen wirken als Lern – und Erfahrungsfeld. Tragfähige Beziehungen zwischen den Kindern und den BetreuerInnen sind wesentlicher Bestandteil der Arbeit und des Zusammenlebens.

Neben dem gewöhnlichen Alltag finden für die Kinder therapeutische Angebote, in Form von Einzel – oder Gruppenmaßnahmen, Musiktherapie,  Kunsttherapie und andere Therapieformen statt.

Die Mattisburgen bieten den Kindern für einen gewissen Zeitraum eine zweite Heimat außerhalb ihrer Herkunftsfamilien an. In intensiver Zusammenarbeit begleitet das Team die Aufnahme, den Alltag, die Entwicklungen für langfristige Perspektiven und die Rückführung der Kinder in die Familie oder in eine weiterführende Einrichtung.

 

Diagnostik

In den „Mattisburgen“ wird eine umfassende, spezialisierte Diagnostik des Kindes, seines Entwicklungszustandes, seiner Störungsbilder, seiner Traumata und seiner Verhaltensauffälligkeiten sowie seiner bestehenden Problematiken im Rahmen der Familie durchgeführt. Auch für Eltern ist die Mattisburg ein Ort des Vertrauens, der Unterstützung und der Hilfe.

Ziel und Zweck der Anamnese ist die Diagnose des Kindes, die daraus resultierende Empfehlung und die darauf aufbauende Beratung und Therapie.

Darüber hinaus ist von zentraler Bedeutung, dem Kind ein „Ankommen und Verstehen“ in der „Mattisburg“ zu ermöglichen. Dies impliziert, sich einen Überblick über die Geschichte der Kinder zu verschaffen. Auch für die Pädagogen ist wichtig zu erfahren, wie sie dem jeweiligen Kind begegnen können und müssen.

 

Diagnostik/Verstehen

Die sich während der psychodiagnostischen Untersuchung ergebenen Befunde und die sich verdeutlichende psychosoziale Situation des Kindes geben Aufschluss über die bestehende Problemlage und/oder einen sich verdichtenden Verdacht auf Gewaltschädigung des Kindes.

Das diagnostische Angebot umfasst eine:

  • Psychologische Diagnostik
  • Sozialpädagogische Diagnostik
  • Medizinische Diagnostik
  • Logopädische Diagnostik
  • Ergo-/ physiotherapeutische Diagnostik
  • Trauma spezifische Diagnostik

 

Therapie

Therapeutische Arbeit mit dem Kind und Familie

Entsprechend des interdisziplinär ausgerichteten „Mattisburg“-Konzeptes ist die psychologisch/therapeutische Arbeit mit gewaltgeschädigten Kindern und deren Familienmitgliedern angewiesen auf methodische Vielfalt und Flexibilität.

Der krisenbezogene, kurzzeittherapeutische Prozess in der „Mattisburg“ macht sich zur Hauptaufgabe, die bestehende Beziehungsangst, Beziehungsfeindlichkeit und Beziehungsvermeidung im Kind soweit zu lösen, dass es Leidensdruck, Empathiefähigkeit und Veränderungsbereitschaft spürt und längerfristige therapeutische, ambulante Hilfen anzunehmen in der Lage ist.

Zusammenarbeit mit dem Jugendamt