Mattisburgen

Die „Mattisburgen“ 

Die Mattisburgen nehmen Jungen und Mädchen aus der Kinder- und Jugendhilfe im Alter zwischen vier und elf Jahren auf, bei denen der dringende Tatverdacht auf Missbrauch, Vernachlässigung oder Misshandlung besteht. Die Zuweisung erfolgt über die Jugendämter.

Viele dieser Kinder konnten aufgrund der vorliegenden Traumatisierungen und der daraus resultierenden Verhaltensmuster in vorhergehenden Kindereinrichtungen nicht gehalten werden. Die Kinder verbleiben in der Regel für einen Zeitraum von sechs bis 12 Monaten in der Mattisburg.

Warum Mattisburgen?

Die Mattisburg ist spezialisiert auf Kinder, die durch äußere Einflüsse schwerste Traumatisierungen erfahren haben. Diese äußern sich in Aggressionen, Zerstörung von Mobiliar sowie anderen Gegenständen, Gewalt gegen sich, das Mattisburg-Personal oder andere Kinder. Das Personal ist darum auf diese Kinder spezialisiert, hat zusätzliche Trauma-Ausbildungen durchlaufen und kann diese Kinder „aushalten“. Zudem sind die Häuser und Mobiliar auch baulich auf diese Kinder abgestimmt. Sie sind nahezu „unkaputtbar“.

Das Ziel eines Aufenthaltes in einer unserer Mattisburgen

Ziel eines Aufenthaltes in der Mattisburg ist es, eine detaillierte Analyse unter Einbeziehung des gesamten Familiensystems zu erstellen, um herauszufinden, was die Traumatisierungen verursacht hat. Nur so ist es möglich, das Verhalten des Kindes zu verstehen.

Und was kommt nach der Mattisburg?

Für die Zeit nach der Mattisburg wird gemeinsam mit Jugendamt und Mitarbeitern der Mattisburg ein für das Kind passender und dauerhafter Platz gesucht. Das kann in der eigenen Familie, in einer Pflegefamilie, Wohngruppe oder einer anderen Spezialeinrichtung sein. Wichtig ist dabei, dass die Jungen und Mädchen einen neuen Lebensraum finden, in dem sie bis zum Erwachsenenalter verbleiben und ihre nunmehr erkannten Traumatisierungen in Form von Therapien behandelt werden.

Unsere Mattisburgen im Überblick